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Computational Methods in Systems and Control Theory


Projekt

Simulation der Ausbreitung von durch Flugzeuge versprühtem Glyphosat an der ecuadorianisch-kolumbianischen Grenze


Glyphosat ist ein Herbizid welches von der kolumbianischen Regierung verwendet wird um Koka-Anpflanzungen nahe der ecuadorianischen Grenze zu besprühen. Die Ausbringung erfolgt seit mehreren Jahren und wird seit 2000 häufiger durchgeführt (seit "Plan Colombia" durchgeführt wird).

Ein Flugzeug besprüht ein Waldgebiet
(Bild Quelle: Wikipedia)

Die Ausbreitung des Sprühnebels in ecuadorianisches Gebiet sind zu einem großen Problem für die Bevölkerung nahe der Grenze geworden. Negative Auswirkungen auf Gesundheit und Landwirtschaft wurden beobachtet und in intensiven Untersuchungen bestätigt (z.B. [Avila et. al.  2007]). Infolge dessen unterzeichneten Ecuador und Kolumbien 2005 eine Vereinbarung die Ausbringung in einem 10 km breiten Streifen entlang der Grenze zu unterbinden. Trotzdem, Messungen auf ecuadorianischer Seite deuten darauf hin, dass signifikante Mengen von Glyphosat-Spray immer noch in ecuadorianisches Gebiet gelangen.
Die Hauptziele des Projektes sind es eine (inverse) numerische Simulation der Ausbreitung des Sprühnebels zu entwickeln, zu untersuchen ob die 10 km Schutzzone ausreicht, und ob die Vereinbarung eingehalten wurde.

Ausbringung des Sprays entlang der
      Ecuadorianisch-Kolumbianischen Grenze
Illustration eines 10 km Streifens entlang der Ecuadorianisch-Kolumbianischen Grenze. (Flugzeug nicht maßstäblich.)

Das nachfolgende Video beschreibt das vorliegende Problem und gibt eine kurze Einführung in unseren Lösungsansatz:


Präsentationsfilm zum Projekt.

Dieser Kurzfilm entstand für eine Projektpräsentation im Centro de Exposiciones Quito in Ecuador. Das spanische Original ist hier verfügbar.

Projektbezogene Poster:

Bearbeiter:

Prof. Dr. Hermann Mena (Projektleiter, Escuela Politécnica Nacional, Quito, Ecuador)
Prof. Dr. Peter Benner (TU Chemnitz)
Dr. Rene Schneider (TU Chemnitz)
Dr. Jens Saak (TU Chemnitz)

Gefördert durch:

SENACYT (Ecuadorian National Organization of Science)
Escuela Politécnica Nacional, Quito, Ecuador



©2018, Max-Planck-Gesellschaft, München
Jens Saak, jens.saak@mathematik.tu-chemnitz.de
04 November 2015